"Zeitarbeit nicht in prekäre Beschäftigung definieren"

Do, 10.08.2017

Prof. Dr. Lars Peter Feld, Leiter des Walter Eucken Instituts Freiburg, warnte im Interview davor, Durchschnittszahlen aus der Zeitarbeit mit Zahlen aus der Gesamtwirtschaft zu vergleichen. Foto: Sachverständigenrat

Prof. Lars Peter Feld rückt Zeitarbeit im Interview ins rechte Licht

Die Zahlen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Partei "Die Linke" hat jetzt Prof. Dr. Lars Peter Feld, Leiter des Walter Eucken Instituts Freiburg, in einem Interview ins rechte Licht gerückt. Zeitarbeit, so Feld im Deutschlandfunk, biete auch eine Möglichkeit für Geringerqualifizierte, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.

Zudem stellte der Arbeitsmarktexperte die Relationen der Zeitarbeitsbranche zur Gesamtwirtschaft klar: Zeitarbeitnehmer könnten im Vergleich zu der Stammbelegschaft qualifikatorisch nicht ganz mit

Zeitarbeit: Chancengeber und Konjunkturmotor

Mi, 09.08.2017

iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz: „Keine andere Branche bietet so viele diskriminierungsfreie Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt wie die Zeitarbeit.“

iGZ-Hauptgeschäftsführer kommentiert Entwicklung der Zeitarbeitsbranche

Analog zur Gesamtheit aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im letzten Jahr auch die Zahl der Zeitarbeitskräfte gestiegen. „Das beweist, dass die Wirtschaft Zeitarbeit braucht, um flexibel auf schwankende Auftragslagen reagieren zu können“, bestätigt Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Statt eigenes Personal ständig auf- und abzubauen, hilft die Branche solche Puffer durch unternehmensübergreifende Einsatzwechsel sozialadäquat auszugleichen.

Insoweit sei die Zeitarbeit auch eine unverzichtbare Säule in der sozialen Marktwirtschaft.